Indonesien – Sumatra – Aceh Tengah – Takengon

Indonsien

Indonesien – Sumatra – Aceh Tengah – Takengon

Farmer: Gruppe aus 412 Bauern mit insgesamt 490 Hektar
Organisiert durch Mr. Iwannitosa Putra (Iwan) und seiner Firma PT Meukat Komoditi Gayo in Aceh Tengah

Anbauhöhe: 1.400 – 1.600 m
Anbauregion: Aceh Tengah – westlich von Takengon
Bohnengröße: Screen 18up
Varietäten: Timtim (Gayo 1), Bourbon (Gayo 2)
Aufbereitung: Semi Washed , Wet Hulled
Erntezeit: November 2020 bis Januar 2021

Geschmacksprofil: Milch-Schokolade, saftig, florale Säure

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Herr Iwannitosa Putra (Iwan) ist ein bekannter Kaffeekenner in Aceh Tengah mit einer einfachen Mission: der Welt seinen geliebten lokalen Kaffee vorstellen. 2013 gründete er die PT Meukat Komuditi Gayo in Aceh Tengah. Seitdem hat er 412 Kaffeebauern versammelt und vermarktet deren Rohkaffee auf Kaffeemessen weltweit.

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Da der Kaffeeanbau in Aceh Tengah Teil der lokalen Kultur ist, werden die Farmen traditionell von Generation zu Generation vererbt. Die meisten von ihnen sind Kleinbauern, die durchschnittlich 1 Hektar Land besitzen.

Wegen des heißen und feuchten Klimas auf Sumatra wird der Kaffee nicht wie andernorts gewaschen und in der Pergamenthaut getrocknet, sondern nur ein paar Tage angetrocknet und anschließend ohne Pergamenthaut auf Planen oder auf raised beds fertig getrocknet. Da die Kaffeesamen bei diesem Verarbeitungsschritt noch sehr weich und feucht sind, kommt es häufig zu Quetschungen, die sehr typisch für Indonesischen Kaffee sind.

Der Kaffee aus dieser Region ist berühmt für seine Höhenlage, seine gleichbleibende Qualität und sein Aroma. Aufgrund der kurzen Lieferkette in der Region kann Iwan den Bauern lokal eine höhere Marge bieten als die großen Exporteure. Iwan besucht die Landwirte regelmäßig für Qualitätskontrolle und Schulungen.

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links- kontrollierte Trocknung in großen Zelten

Bahagia (auf Indonesisch wörtlich „glücklich“) Ginting wohnt jetzt in Takengon, Aceh und unterstützt Iwan. Seine Heimatstadt ist ursprünglich Berastagi im Regierungsbezirk Karo. Nach dem Vulkanausbruch 2012 war er gezwungen, als Naturkatastrophenflüchtling nach Takengon zu fliehen. Dort begann er aus der Not heraus als als Buruh Tani oder Bauernarbeiter das Land anderer Menschen zu bewirtschaften. Er war mit dem Anbau zahlreicher Kulturen wie Kartoffeln, Chili, Reis und anderer Cashcrops vertraut. Jetzt leitet er ein Team von Landwirten bei der Herstellung von Gayo-Kaffee bester Qualität.

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Iwan (2.v.l.) mit Bahagia (rechts)
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Yusra kontrolliert die Trocknung des Rohkaffees
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Der Laut Tawar-See in West-Sumatra

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