Brasilien – Fazenda Venturim

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Robusta aus Brasilien – Fazenda Venturim

Farm: Fazenda Venturim
Eigentümer: Lucas & Isaac Venturim
Anbauort: Sao Domingo do Norte, Espirito Santo
Anbauhöhe: 200 – 240 m
Varietät: Conilon (Vitoria, Jequitibá, Diamante, Centenário)
Pflückung: Pflückung per Hand
Erntezeit: Mai bis September 2019
Pflückerinnen: Farmangehörige & Nachbarn (15 Leute)
Aufbereitung: gewaschen, mechanisch getrocknet
Sortierung: 16up
Dry Mill: Nichio Sobrinho Café SA
Importfirma: List & Beisler – Hamburg
Standardpreis in Brasilien: 1,30 € / kg
Mein Preis bei Abruf in Hamburg: 2,68 € / kg
Aufschlag von mir an Lucas: 0,58 € / kg = 3,26 € / kg

Geschmacksprofil: würzig, nussig, kräftig

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Lucas und Isaac betreiben die Fazenda Venturim in der fünften Generation. Der Urgroßvater verließ 1882 sein Heimatland Italien und baute in den Bergen bei Venda Nova do Imigrante Kaffee an. Noch heute gibt es dort auf 630m Höhe eine lebendige italienische Gemeinschaft.

In den 1920er Jahren schaute sich der Großvater weiter nördlich nach günstigerem land um und kaufte die jetzige Farm. Lucas und Isaac sind dort geboren und führen seit 1997 die Farm.

Über die Kaffeeblüte freuen sich nicht nur unsere Augen und Herzen sondern auch viele Insekten.
Bienenvölker von benachbarten Imkern helfen bei der Bestäubung.

Lucas und Isaac halten zudem auf 10ha Fläche Bienen, um die Bestäubung der Pflanzen zu verbessern. Das ist bei Robusta sehr wichtig, da sie sich nicht selbst bestäuben können. Arabica hingegen kann sich selbst bestäuben. Mit Hilfe von “agrobee” finden sie immer mehr Imker, die ihre Bienenvölker auf ihre Farm bringen.

Fazenda Venturim 4
Fazenda Venturim 5

Seit 2007 konzentrieren sich die beiden Brüder auf Spezialitätenkaffee. Robusta ist ja schon ewig verschrien als billiger und qualitativ schlechter Kaffee. Weltweit wird auch viel schlechter Robusta angebaut. Meiner Meinung nach aber nur, weil es lange Zeit keine Nachfrage nach gutem Robusta gab.

Sie haben neue Varietäten gepflanzt und die Aufbereitungsschritte modernisiert. Seit diesem Jahr haben sie auch eine eigene “wet mill” mit der sie das Parchment entfernen können. Mit dem Dichterüttler und dem Farbselektierer haben sie ab der nächsten Ernte die volle Kontrolle über die Kaffee-Qualitäten auf ihrer Farm.

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Beim “floaten” werden Fremdkörper (Stöcke & Blätter) sowie unreife Kirschen aussortiert.

Ansonsten verdient die Farm mit Waldwirtschaft und Rinderzucht noch etwas dazu. Das Hauptgeschäft ist jedoch die Kaffeeproduktion.

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